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Stiftung Plattformen, Programme und Projekte

Was sind Plattformen?

Als Plattformen werden die verschiedenen übergeordneten Aktionsfelder der Fördertätigkeit der Stiftung KliK bezeichnet. Die Stiftung KliK konzentriert sich auf die Plattformen Verkehr, Unternehmen, Gebäude und Landwirtschaft.

Was sind Programme?

Ein Programm bezeichnet eine Summe von Vorhaben zur Reduktion von Treibhausgasen, welche nebst der Emissionsverminderung einen gemeinsamen Zweck verfolgen, definierte Technologien einsetzen und festgelegte Aufnahmekriterien erfüllen.

Warum arbeitet die Stiftung KliK mit Programmen?

Das Zusammenfassen von Vorhaben zu einem Programm unterstützt einerseits die effiziente Abwicklung einer grossen Zahl gleichartiger Klimaschutzmassnahmen dank einheitlichen Aufnahmekriterien. 

Andererseits vereinfacht die Organisation über Programme den Zugang zu geeigneten Klimaschutzmassnahmen, da die Zielgruppen direkt angegangen und über die  Anforderungen informiertwerden können.

Die Stiftung KliK schafft damit die Voraussetzung für eine transparente Kommunikation und eine erfolgreiche Akquisition der benötigten Bescheinigungen.

Welche Programme und Projekte unterstützt die Stiftung KliK?

Zur Erlangung der vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) ausgestellten Bescheinigungen werden innerhalb der Plattformen Verkehr, Unternehmen, Gebäude und Landwirtschaft zahlreiche Programme und Projekte umgesetzt.

Wie gelangt die Stiftung KliK zu Programmen und Projekten?

Wer ein Projekt oder Programm plant, das Emissionen von Treibhausgasen in der Schweiz vermindert, kann bei der Stiftung KliK Förderbeiträge beantragen. Voraussetzung ist, dass die Projekte und Programme die vom Bund vorgegebenen Kriterien vollumfänglich erfüllen.

Die Stiftung KliK hat – meist in Zusammenarbeit mit Partnern –eine Reihe von Programmen entwickelt, von denen sie einige auch selbst betreibt. Für die Akquisition von grösseren und komplexeren Projekten hat sie ausgewählte Intermediäre mandatiert.

Wie kann ein Projekt Bescheinigungen erzeugen?

1. Der Antragsteller reicht bei der Stiftung KliK elektronisch einen vollständigen Antrag nach Vorlage des Bundesamts für Umwelt (BAFU) ein. Es kann von Vorteil sein, dazu einen Experten – zum Beispiel einen Intermediär der Stiftung KliK - beizuziehen. Die Stiftung KliK bietet bei der Wahl von Experten Unterstützung.

2. Die Stiftung KliK prüft die eingereichten Anträge und gibt gegebenenfalls Empfehlungen für mögliche Verbesserungen ab.

3. Die Stiftung unterbreitet bei positiver Prüfung dem Antragsteller einen Projektfinanzierungsvertrag.

4. Der vollständige Antrag ist bei einer vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) zugelassenen Prüfstelle zur Validierung einzureichen. Die Stiftung KliK bietet auf Wunsch Unterstützung bei der Wahl der Prüfstelle.

5. Das Gesuch ist nach Erhalt des Validierungsberichts beim Bundesamt für Umwelt (BAFU) zur Genehmigung einzureichen.

6. Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) prüft das Gesuch und entscheidet, ob das Projekt die Anforderungen für die Ausstellung von Bescheinigungen erfüllt.

7. In der Regel findet nach der Vorprüfung durch die Stiftung KliK und vor Genehmigung des Projekts durch das Bundesamt für Umwelt (BAFU) die Unterzeichnung des Projektfinanzierungsvertrags zwischen dem Antragsteller und der Stiftung KliK statt.

8. Der Antragsteller setzt das bewilligte Projekt als Projekteigner um. Er orientiert die Stiftung KliK regelmässig über die Projektfortschritte.

9. Der Projekteigner erstellt jährlich einen Monitoring-Bericht über die Emissionsreduktionen, für welche die Ausstellung von Bescheinigungen beantragt wird. 

10. Eine unabhängige, vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) zugelassene Stelle (nicht diejenige, die das Projekt validiert hat) verifiziert den Monitoring-Bericht.

11. Der Projekteigner reicht den Monitoring- und Verifizierungsbericht beim Bundesamt für Umwelt (BAFU) ein und erhält im Umfang der nachgewiesenen Emissionsreduktionen Bescheinigungen.

12. Die Bescheinigungen werden im Emissionshandelsregister vom Konto des Projekteigners auf das Konto der Stiftung KliK übertragen oder direkt vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) auf das Konto der Stiftung ausgestellt.

13. Der Projekteigner stellt der Stiftung KliK Rechnung für die übertragenen Bescheinigungen. Die Stiftung KliK überweist die vereinbarte Abgeltung.

14. Die Punkte 9 bis 13 wiederholen sich in regelmässigen Abständen bis zum Ende der Bewilligungsdauer, die in der Regel nach sieben Jahren ausläuft (jedoch verlängert werden kann), bzw. bis zum Ende der vereinbarten Vertragsdauer.

Projektzyklus

Welche Kriterien muss ein Projekt gemäss CO₂-Gesetz erfüllen?

Bei den vom Bund vorgegebenen Kriterien handelt es sich in erster Linie um folgende Punkte: 

  • Das Projekt muss mindestens dem Stand der Technik entsprechen.
  • Die Emissionsverminderungen müssen nachweisbar und quantifizierbar sein.
  • Der Beginn der Umsetzung des Projekts darf bei der Einreichung des Gesuchs nicht länger als drei Monate zurückliegen.
  • Ein Projekt, das auch ohne den Erlös aus dem Verkauf der Bescheinigungen für Emissionsverminderungen wirtschaftlich durchführbar wäre, wird nicht als Kompensationsprojekt anerkannt.

Wie kann ein Fördergesuch gestellt werden?

Wer ein Projekt plant, das Emissionen von Treibhausgasen in der Schweiz vermindert und die vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) vorgegebenen Kriterien vollumfänglich erfüllt, kann ein Fördergesuch bei der Stiftung KliK einreichen.

Für die Gesucheingabe ist in der Rubrik Login ein Antrag nach Vorlage des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) einzureichen. Eine Wegleitung und entsprechende Merkblätter sind dort ebenfalls abrufbar.

Anträge können ausschliesslich elektronisch eingereicht werden. Postalisch zugesandte Anträge werden retourniert. 

Wie und nach welchen Kriterien prüft die Stiftung KliK eingereichte Förderanträge?

Die Stiftung KliK führt nur eine Vorprüfung durch, da die eigentliche Projektprüfung im Rahmen der Validierung und der Bewilligung durch das Bundesamt für Umwelt (BAFU) erfolgt. Im Rahmen der Vorprüfung wird auf folgende Aspekte besonderen Wert gelegt:

  • Ist der Projektantrag vollständig ausgefüllt?

  • Erscheint die Projektbeschreibung plausibel?

  • Ist der Umsetzungsbeginn korrekt definiert und kann das Projekt bis spätestens 3 Monate nach Umsetzungsbeginn inkl. Validierung beim Bundesamt für Umwelt (BAFU) eingereicht werden? 

  • Ist die Berechnung der CO₂-Emissionsreduktionen nachvollziehbar und korrekt?

  • Werden kumulativ bis Ende 2020 mehr als 1‘000 Tonnen CO₂ reduziert?

  • Bei Wärmeprojekten: Wurde das vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) festgelegte Referenzszenario für Wärmeverbünde angewendet bzw. wird davon begründet abgewichen?

  • Bei Erhalt von nicht rückzahlbaren Geldleistungen von Bund, Kantonen oder Gemeinden: Welche Wirkungsaufteilung soll vereinbart werden??

  • Ist die Wirtschaftlichkeitsrechnung für Referenz- und Projektfall nachvollziehbar und korrekt?

  • Bei Wärmeprojekten: Wurde das von KliK zur Verfügung gestellte Additionalitäts-Tool eingesetzt?

  • Ist der Nachweis der Additionalität nachvollziehbar und korrekt?

  • Wurden die Risiken realistisch eingeschätzt?

  • Ist der gewünschte Preis pro Bescheinigung angemessen? Für Wärmeverbünde gilt ein Einheitspreis von CHF 100 pro Bescheinigung.

Werden auch Projekte anerkannt, die die Emissionen eines anderen Treibhausgases als CO₂ vermindern?

Es werden auch Projekte anerkannt, die die Emissionen folgender Treibhausgase vermindern (vgl. Verordnung über die Reduktion der CO₂-Emissionen, Art. 1):
  • Methan (CH₄)
  • Distickstoffmonoxid (N₂O, Lachgas)
  • Fluorkohlenwasserstoffe (HFCs)
  • perfluorierte Kohlenwasserstoffe (PFCs)
  • Schwefelhexafluorid (SF₆)
  • Stickstofftrifluorid (NF₃)

Wie lange dauert das Bewilligungsverfahren?

Die Dauer des Bewilligungsverfahrens von der Erstellung des Projektantrags über die Validierung bis zur Bestätigung eines Projekts durch das Bundesamt für Umwelt (BAFU) kann sehr unterschiedlich sein. Es ist aber mit mindestens sechs Monaten zu rechnen.

Wie hoch ist der finanzielle Aufwand für das Erstellen des Projektantrags?

Für die Erstellung des Projektantrags mit externen Partnern und die Validierung muss der Antragsteller mit mindestens 10‘000 Franken rechnen. Der Betrag kann aber auch wesentlich höher ausfallen.

Für die externen Verifizierungskosten ist pro Monitoring-Periode mit Kosten unter tausend Franken zu rechnen.

Wie hoch ist die Abgeltung für Bescheinigungen?

Die massgebliche Leitlinie bei der Festlegung des Preises einer Bescheinigung – entsprechend der Reduktion einer Tonne CO₂-Äquivalent – ist der aus dem Verkauf der Bescheinigungen benötigte Erlös, damit das Projekt genügend rentabel wird, um umgesetzt zu werden. Der Erfahrungswert für Projekte liegt bei 60 bis 120 Franken pro Bescheinigung. Für Wärmeverbünde gilt ein Einheitspreis von CHF 100 pro Bescheinigung.

Welches sind die Partner der Stiftung KliK?

Die Stiftung KliK arbeitet bei Einzelprojekten mit Intermediären und bei Programmen mit Programmpartnern zusammen.