Landwirtschaft

Programm

Reduktion Lachgasemissionen aus Stickstoffdüngung

Mit Düngerzusatzstoffen die Nitrifikation des Stickstoffs im Boden und die Emission von Lachgas vermindern

Partner

Programm

Dieses Programm richtet sich an

Programmeigner

First Climate

Luzia Bieri
E-Mail

Verantwortlich bei KliK

Darja Aepli
Leiterin Inland

Programmbeschrieb

Lachgasemissionen aus der Stickstoffumsetzung im Boden sind neben den Methanemissionen von Wiederkäuern die zweitwichtigste Quelle von Treibhausgasen in der Schweizer Landwirtschaft.

Das Lachgas entsteht nach dem Düngen als Nebenprodukt der bakteriellen Umwandlung des Stickstoffs von seiner Ammonium- in die Nitratform (sogenannte Nitrifikation) sowie beim gegenläufigen Prozess der Denitrifikation. Rund zwei Drittel der Lachgasemissionen entweichen so direkt aus landwirtschaftlichen Böden. Der Rest resultiert indirekt aus Stickstoff, der als Ammoniak und Nitrat verloren geht.

Ein wichtiger Ansatzpunkt für die Verminderung dieser Emissionen ist die Reduktion der Stickstoffverluste aus landwirtschaftlichen Böden. Hierfür gibt es zahlreiche Massnahmen, die oft unter dem Oberbegriff der «guten landwirtschaftlichen Praxis» zusammengefasst werden.

Ein zweiter Ansatzpunkt ist die Stabilisierung des Stickstoffs in seiner Ammoniumform mittels spezieller Zusatzstoffe für Düngemittel und Gülle. Verschiedene dieser sogenannten Nitrifikationshemmer sind auf dem Markt verfügbar. Aus Kostengründen werden sie aber weder in der Schweiz noch in Europa breit angewendet. Das Programm zielt darauf ab, den Verkaufspreis von Nitrifikationshemmern zu senken und so zu deren breiteren Anwendung zu verhelfen.

Beitrag der Stiftung KliK

Die Stiftung hat die Entwicklung methodischer Ansätze mit Machbarkeitsstudien vorangetrieben. Darauf aufbauend wurden die Modalitäten der Förderung mit dem Programmeigner vereinbart. Mit der Abgeltung der vom BAFU bescheinigten Emissionsverminderungen können die Produkte substanziell vergünstigt werden.

Kennzahlen

Programm Nummer BAFU

0151

Programmstandort

ganze Schweiz

Emissionsreduktionsmenge (in Tonnen CO₂e)

Erwartet bis 2030: 100'000

Inbetriebnahme

01.10.2016

Programm Reduktion Lachgasemissionen aus Stickstoffdüngung

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